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Venart-Magazin

 

Ausgabe 5/2000

Venart - das Online-Magazin Gefaessmedizin

Editorial

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Pille und Thrombosegefahr

Das höhere Thromboserisiko bei Einnahme von Kontrazeptiva, der sog. "Pille" ist seit langem bekannt. Die verschiedenen "Pillen" gehen aber auch mit unterschiedlichen Thromboserisiken einher. Insbesondere die Pillen der "3.Generation", also relativ neue Medikamete, erwiesen sich als besonders problematisch. Nun hat eine holländische Arbeitsgruppe eine Untersuchung vorgelegt, die die mögliche Ursache dafür aufzuzeigen scheint. Das erhöhte Thromboserisiko könnte mit einer Resistenz gegenüber der gerinnungsaktiven Wirkung des aktivierten Protein C (APC) zusammenhängen. "Pillen" erhöhen die APC- Empfindlichkeit, wobei der Effekt bei einer Pille der 3.Generation deutlich stärker ausfiel. Ob diese Veränderungen der APC-Sensitivität für das Thromboserisiko allein verantwortlich sind, muß weiter geklärt werden.

Aufgeschnappt

Die Wanddicke der Halsschlagader weist auf das Risiko eines Schlaganfalls hin: Bei "dicker Wand" steigt das Risiko für einen Schlaganfall deutlich an. Eine  amerikanische Studie beobochtete mehr als 10000 Männer und Frauen zwischen 45 und 64 Jahren im Schnitt etwa 7 Jahre lang. War die Dicke der Intima (Gefäßinnenwand) zu Beginn der Untersuchung dicker als 1,0 mm, hatten die Studienteilnehmer 2 bis 4mal so oft einen Schlaganfall, verglichen mit einer Intimadicke von weniger als 0,6 mm. Der Wert kann per Ultraschall einfach gemessen werden und ist dadurch leicht zu bestimmen. Möglicherweise wird diese Information in Zukunft in der Vorsorge eingesetzt.

Am J Epidemiol 2000, Vol. 151, S. 478-487

P.S Leider ist ein Gefäß-check derzeit keine kassenfinanzierte Leistung. Vorsorge tut aber dennoch gerade in diesem Bereich not!
 

 

Mein Arzt hat gesagt
...Duplexsonographie
(Frage von K.Meier aus Karlsruhe)

Was soll das heißen?

bedeutet nichts anderes als Ultraschalluntersuchung mit bildgebendem Ultraschall, wobei zwei Untersuchungstechniken miteinander kombiniert werden, um gleichzeitig sowohl das Aussehen der Gefäße als auch die Funktionseinschränkung zu erfassen.

 

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Stand: 01. Mai 2000