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Venart-Magazin

 

Ausgabe 3/2000

Venart - das Online-Magazin Gefaessmedizin

Editorial

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Mehr Vitamine und Mineralien aufnehmen

Wir wissen es eigentlich alle, aber tun wir es dann auch ? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat erstmals seit 1991 wieder neue Empfehlungen für die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr herausgegeben. Danach sollen Erwachsene täglich 15 Milligramm Vitamin E zu sich nehmen. Früher wurden 12 Milligramm als ausreichend angesehen. Auch für Beta-Carotin (vier statt zwei Milligramm) und Vitamin C (100 statt bisher 75 Milligramm) erhöhte die DEG die empfohlene Tagesdosis. Raucher sollten sogar 150 Milligramm Vitamin C aufnehmen, da Zigarettenrauch besonders viele sogenannte freie Radikale enthält. Diese schädigen den Körper. Unter anderem können sie Krebs und Herzkreislauferkrankungen und das "berühmte" Raucherbein verursachen.

Der Altergruppe der 13 bis 15-Jährigen rät die DGE, auf eine ausreichende   Kalziumzufuhr zu achten. 1200 statt bisher 1000 Milligramm des Knochenbaustoffs wird für die im Wachstum befindlichen Jugendlichen empfohlen. Um Karies und Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) vorzubeugen, sollten 3,8 Milligramm des Spurenelements Fluor in der täglichen Nahrung enthalten sein.

Nach Angaben der DGE nimmt ein Großteil der Bundesbürger zuwenig Vitamine und Mineralstoffe auf. Obst, Gemüse und Milchprodukte müssten häufiger auf dem Speiseplan stehen.


Mein Arzt hat gesagt...

...Lyseverfahren
(Frage von O.Schrader aus München)

Was soll das denn heißen?

bedeutet nichts anderes als "Auflösen". Damit ist gemeint, daß es einige Medikamente gibt, mit denen man Gefäßverschlüsse von Arterien und Venen beseitigen kann, wenn der Verschluß noch nicht zu lange besteht.


Aufgeschnappt

Kassenärzte: Die SPD will die Zahl der Kassenärzte stärker begrenzen. Die Zulassung neuer Ärzte soll daher erschwert werden. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Klaus Kirschner (SPD), sagte, die jährlichen Zuwächse seien „unverantwortlich“. Zwischen 1990 und 1998 ist die Zahl der niedergelassenen Mediziner im gesamten Bundesgebiet um fast 30.000 auf 120.500 gestiegen. (Süddeutsche Zeitung, Andreas Hoffmann, 17.03.2000, S. 6)

Verletzungsgefahr: Raucher verletzten sich öfter als Nichtraucher. Eine Studie mit 2000 US-Soldaten ergab, dass Raucher beiderlei Geschlechts beim Sport eineinhalb Mal so oft verunglückten wie Nichtraucher. Die erhöhte Verletzungsgefahr hielt auch noch an, als die Soldaten bereits mit dem Rauchen aufgehört hatten. Aus früheren Studien ist bekannt, dass Wunden und Operationsnarben bei Rauchern langsamer verheilen als bei Nichtrauchern. (Süddeutsche Zeitung, dpa, 17.03.2000, S. 14)

Spritze ohne Nadel: Impfungen können künftig mit einer neuen Spritze ohne Einstich vorgenommen werden. Die Rösch AG hat eine nadelfreie Mehrweg- und eine Einwegspritze zum Patent angemeldet. Bei der Spritze ohne Nadel wird das Arzneimittel aus einer haarfeinen Düse mit hohem Druck durch das Unterhautgewebe geschossen. (Focus Online, 17.03.2000

 

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Stand: 26. April 2000