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Stenose der Arterie (Gefäßeinengung)
Der chronische Verschluss entwickelt sich gewöhnlich über das Stadium einer mehr oder weniger ausgeprägten Gefäßeinengung (Stenose). Die Frage, die sich aus Arzt- und Patientensicht häufig stellt, ist die: Wie groß muss das Ausmaß der Querschnittsminderung sein, um eine Verminderung des Flusses und der Druckreserve zu bewirken (kritischer Stenosegrad)?

Bricht die laminare Schichtenströmung zusammen und die Strömung reißt, dann bewegt sich die Flüssigkeit ungeordnet und verwirbelt. Dieser Strömungszustand kostet messbar Energie, so dass Druck und Fluss unterhalb einer Gefäßeinengung abfallen. Unter diesen Bedingungen kann bereits eine geometrisch geringgradige Stenose mit einer z. B. nur 30%igen Minderung des ursprünglichen Gefäßquerschnitts funktionell kritisch werden.

Klinisches Korrelat dieser Zusammenhänge ist das entstehende und mit dem Stethoskop hörbare (auskultierbare) Strömungsgeräusch. Bei Laminarität ist ein Strömungsgeräusch in der Regel nicht zu auskultieren. Im Falle einer turbulenten und wirbelbehafteten Strömung wird die Gefäßwand im unmittelbar hinter der Gefäßeinengung ( poststenotisch) gelegenen Bereich in Schwingungen versetzt, und so ein akustisches Signal produziert. Auch die Länge der Einengung des Gefäßes hat eine gewisse Bedeutung. Die Stromstärke wird um etwa 50% vermindert, wenn die Stenoselänge um den Faktor 10 vergrößert wird.
 

 

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Stand: 30. Juli 2000