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Durchblutungsstörung
- Raucherbein oder
Schaufensterkrankheit ?
Bei den Durchblutungsstörungen der Arterien
(Schlagadern) sind die Beine weit häufiger betroffen als die Arme.
"Unmedizinisch" spricht man von Raucherbein oder Schaufensterkrankheit, wenn
eine Verlegung (Gefässverschluss) eines Becken- oder Beingefässes durch eine
Gefässverkalkung (Arteriosklerose) entstanden ist. Dabei kann jedes Becken- oder
Beingefäss betroffen sein, es werden bei den Durchblutungsstörungen daher verschiedene
Typen unterschieden: man spricht von Becken-, Oberschenkel- und Unterschenkeltyp. Diese
Durchblutungsstörungen können in Abhängigkeit der Verschlussregion sehr
unterschiedliche Beschwerden machen. Außerdem sind die Behandlungsverfahren von
Gefässregion zu Gefässregion auch teilweise unterschiedlich. Neben den
Gefässverschlüssen durch eine Gefässverkalkung kommen auch andere Ursachen infrage,
eine entsprechende Abklärung ist wichtig, da die Behandlungsverfahren dann sehr
verschieden sein können.
Durchblutungsstörungen haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einer richtigen
Volkskrankheit entwickelt. Man geht davon aus, daß allein in Deutschland jedes Jahr etwa
30 000 bis 35 000 Amputationen wegen Durchblutungsstörungen erforderlich werden. Dabei
könnten allerdings viele Amputationen durch eine rechtzeitige Diagnose der Erkrankung und
entsprechende Behandlung verhindert oder zumindest um Jahre verzögert werden.
Entscheidend ist eine an das Ausmaß der Erkrankung adaptierte Behandlung, das Motto
könnte lauten: Nicht zu viel und nicht zu wenig! Damit ist gemeint, daß die
Langzeitprognose in das aktuelle Behandlungskonzept immer einbezogen werden muß.
Ursachen für die große Häufigkeit von Durchblutungsstörungen sind zum einen die
gestiegene Lebenserwartung der Bevölkerung, zum anderen sind aber auch immer mehr
jüngere Patienten von Gefässkrankheiten betroffen. So nimmt der Anteil von jungen
Patienten im Alter zwischen 40 und 50 Jahren laufend zu. Gerade bei diesen Patieten liegen
häufig auch andere Ursachen als eine "normale" Gefässverkalkung der
Gefäßerkrankung zugrunde. |
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