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Enthaarung
Abtragung

 

Viele Geräte für unterschiedlichste Einsatzgebiete

Farbstofflaser:
Der blitzlampengepumpte gepulste Farbstofflaser (Wellenlänge 577 oder 585 nm, 200 - 450 psec Pulsdauer) mit seinem gelben Licht eignet sich insbesondere zur sogenannten selektiven Photothermolyse von Gefäßveränderungen der Haut. Der Begriff selektive Photothermolyse sagt, daß aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Laserlichtes nur Zielstrukturen wie z. B. rote Blutkörperchen und damit Gefäße zerstört werden, ohne daß die umgebende Haut Schäden davonträgt. Man kann somit narbenlos behandeln. Der gepulste Farbstofflaser hat die Behandlung von Feuermalen und Blutschwämmen ganz maßgeblich verändert. Schon in der Säuglingszeit sollte man störende Gefäßveränderungen wie Feuermale oder Blutschwämme behandeln, um den Kindern eine spätere Stigmatisierung zu ersparen, bzw. das Wachstum der Blutschwämme zu verhindern. Eine Neuentwicklung, die gerade auf den Markt kommt, stellt der gepulste Farbstofflaser als Longpulse-Variante dar. Mit diesen Geräten lassen sich auch größere Gefäße im Kaliber bis zu 1 mm (Besenreiservarizen an den Beinen) narbenlos entfernen. Außerdem versprechen diese Geräte eine bessere Gewebewirkung bei bestimmten Formen von Gefäßveränderungen der Haut.

Photoderm:
Die hochenergetische Blitzlampe (z.B. Photoderm VL) stellte heute eine weitere Bereicherung in der Therapie von Gefäßveränderungen der Haut dar. Mit diesem Gerät lassen sich ebenfalls narbenlos Feuermale, flache Blutschwämme und Couperose (Gefäßreiser im Gesichtsbereich) behandeln. Weiterhin ist hiermit die permanente Enthaarung (Epilation) an unterschiedlichen Stellen des Körpers möglich. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges Verfahren, mit dem störende Körperhaare permanent und narbenlos entfernt werden können. Eine verstärkte Version des Photoderm-Gerätes ist das sogenannte Epilight, mit dem sich größere Areale narbenlos enthaaren lassen.

Rubinlaser:
Der gütegeschaltete Rubinlaser (Wellenlänge 694 nm) sendet rotes Licht aus, das extrem kurz gepulst ist (20 - 40 ns Pulsdauer). Mit diesem hochenergetischen Licht lassen sich störende Pigmente in der Haut selektiv zerstören. Die Behandlung eignet sich zum einen zur narbenlosen Entfernung von Tätowierungen, zum anderen auch zur Entfernung von störenden Pigmentveränderungen wie Altersflecken oder erworbenen Pigmentierungen. Laientätowierungen sprechen dabei besser auf die Therapie an als sogenannte professionelle Tätowierungen, bei denen andere bzw.- mehr Farbpigmente benutzt werden. Eine Weiterentwicklung wurde mit einem speziellen Modul für den Rubinlaser erreicht, das die Impulsdauer des Laserlichtes verlängert. Auf diese Weise eignet sich der Rubinlaser auch zur permanenten Enthaarungstherapie.

Gütegeschaltete (kurzgepulste) Alexandrit-Laser und gütegeschaltete Neodym-YAG Laser mit Frequenzverdopplung haben den gleichen Einsatzbereich wie der Rubinlaser . Auf diese Behandlung sprechen auch sehr gut sogenannte Schmutztätowierungen an, wie sie nach Unfällen mit Explosivmaterial (Silvesterknaller, Gaspistolen etc.) entstehen. Wichtig dabei ist, daß nach derzeitigem Kenntnisstand angeborene oder erworbene auffällige Pigmentmale nicht mit dem Laser entfernt werden sollten. Eine Weiterentwicklung dieser Laser stellt der Neodym-YAG-Laser mit einem langen Impuls (bis 10 ms) und Frequenzverdopplung (grünes Licht) dar, mit dem in Zukunft möglicherweise Gefäßstrukturen der Haut (Besenreiser, Teleangiektasien, Feuermale) ohne störende Purpura (Einblutung in das Gewebe) entfernt werden können.

Auffällige Pigmentmale sollten weiterhin chirurgisch herausgeschnitten werden, damit sie auch mikroskopisch auf ihre Gutartigkeit hin untersucht werden können. Nur in Ausnahmefällen bei ausgedehnten, nicht operierbaren Befunden kann der Versuch unternommen werden, mit den gütegeschalteten Festkörperlasern eine Bleichung zu erzielen.

Argonlaser: Der Argonlaser mit seinem blau-grünen Licht (Wellenlänge 488/514 nm) wird seit vielen Jahren eingesetzt. Aufgrund der verstärkten Absorption im roten Blutfarbstoff dient er in erster Linie zur Koagulation (Verkochung) von Gefäßveränderungen der Haut. Leider kommt es dadurch systembedingt auch zu feinen oberflächlichen Vernarbungen, so daß der Argonlaser heute weitgehend aus der Routinebehandlung von Gefäßveränderungen der Haut verschwunden ist und nur noch einzelne Sonderindikationen damit behandelt werden.

 

 

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Stand: 18. Juni 2000