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Druckreserve
Die Druckreserve bestimmt auch in etwa das klinische Stadium einer
peripheren arteriellen Verschlukrankheit: Drücke hinter einem Verschluss
von mehr als 60-70 mmHg reichen unter Ausnutzung der Möglichkeiten der
Kompensation aus, um eine ungefähr normale Ruhedurchblutung
aufrechtzuerhalten. Muskelarbeit führt dagegen zur nicht mehr
ausreichenden Durchblutung mit mangelhaftem Antransport von Sauerstoff und
Nährstoffen, vor allem aber zu einem ungenügenden Abtransport der
Schadstoffe (mangelhafte Spülfunktion), so dass es zur Entstehung des
gehlimitierenden Claudicatioschmerzes kommt (klinisches Stadium II).
Nähert sich die Druckreserve dem Wert Null, so
mag die Ruhedurchblutung noch ausreichen, um den Strukturumsatz des
Gewebes aufzubringen. Es können jedoch bereits Ruheschmerzen auftreten
(meist im Bereich des Vorfußes), die Folge einer selbst in Ruhe nicht
mehr ausreichenden Durchblutung sind (Stadium III). Tritt eine zusätzliche
Schädigung auf (Stossverletzung, Druckstellen etc.), kann der zur
Reparation des Defektes erhöhte Durchblutungsbedarf (zur Bildung von
Granulationsgewebe, Infektabwehr etc.) nicht mehr erstellt werden
(klinisches Stadium IV).
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