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Der chronische Verschluss
Der sogenannte chronische Verschluss der unteren Extremität ist das am weitaus
häufigsten vorkommende Krankheitsbild unter den Gefäßkrankheiten. Er ist gegenüber dem
akuten Verschluss durch eine langsam verlaufende Entwicklung charakterisiert, so dass sich
ein ungleich leistungsfähigeres System von Umgehungsarterien (Kollateralsystem) ausbilden
kann.
Die Grösse des Umgehungsgefässe Widerstandes hängt vorwiegend von der Weite der
Umgehungsarterien ab. Die Länge der Kollateralarterien ist zwar nicht zu vernachlässigen,
spielt aber eine untergeordnete Rolle.
Die Folgen eines chronischen Arterienverschlusses werden funktionell dann kompensiert,
wenn
die Leitfähigkeit der Umgehungsgefässe und damit auch eine Druckreserve verbleibt. Unter
der Druckreserve versteht man den Unterschied zwischen dem aktuellen ( postokklusiven) Druck
hinter dem Gefässverschluss und dem kritischen Druckniveau. Unter normalen Bedingungen
ist die Druckreserve der Hauptschlagader (Aorta) kaum erschöpfbar. |
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