Früher war die Welt noch anders. Unsere Arbeit bestand mehr aus körperlicher Tätigkeit, es gab noch keine Fernseher und Computer, die uns
auch in unserer Freizeit über lange Strecken in die Sessel und Stühle lockten.
Die Folgen sind unverkennbar. Um nur einige zu nennen: Rückenprobleme durch das lange Sitzen nehmen zu, der Kalorienverbrauch nimmt drastisch ab,
während gleichzeitig unsere Nahrungsmittel kalorien- und fettreicher geworden sind, die Folge ist zunehmendes Übergewicht. Unsere Essgewohnheiten
richten sich überwiegend nach den Angeboten
in den Supermärkten, und danach, wie schnell und möglichst wie unproblematisch sie zur Verfügung stehen, nicht mehr nach dem, was gerade auf dem Felde
wächst. Schmackhafte Zubereitung und das Genießen der Speisen bleiben im Alltagsstress oft auf der Strecke.
Dabei sind richtige, möglichst mediterane Ernährung (u.a. viel Obst und Gemüse, weniger tierische, dafür mehr pflanzliche Fette)
und ausreichende Bewegung so wichtig für unsere Gesundheit und für das körperliche und seelische Wohlbefinden.
Blut wird vom Körper dahin gelenkt, wo es gebraucht wird. Bei der Muskelarbeit steigert sich die Durchblutung: Fett wird rascher verbrannt und
der Stoffwechsel natürlich angeregt.
Selbst bei bestehender Durchblutungsstörung können sich durch intensive Muskelarbeit zusätzliche
Arterien - sogenannte Kollateralen (Umgehungsarterien) bilden.
Wenn Muskeln dagegen wenig oder gar nicht betätigt werden, finden rasch Degenerationsprozesse statt, "gehen Gefäße schneller zu", weil eben dort
weniger Blut gebraucht wird. Das Gewebe wird nur noch mit dem Notwendigsten versorgt. Jede weitere Gefäßverengung zum Beispiel durch Arteriosklerose
kann die Blutversorgung nun ernsthaft gefährden.
Also, bewegen Sie sich mehr, schon 30 Minuten am Tag sind erwiesenermaßen gesundheitsfördernd. Am natürlichsten ist die Bewegung in der freien Natur.
Wichtig, es muß Spaß machen, denn nur das Verhalten "hält" sich, das "angenehme Spuren" hinterläßt. Es gehen auch "modernere Formen" der Bewegung
zum Beispiel in einem Fitnessstudio, gemeinsame Bewegung und Spiele in der Gruppe, oder ein Crosstrainer zu Hause.
Finden Sie Ihre beste Variante heraus.
Allerdings beachten Sie folgende wichtige Regeln: Sie sollten sich, vor allem wenn Vorerkrankungen bekannt sind, wenn Sie lange nicht mehr
körperlich aktiv waren, oder wenn Sie nicht mehr "zu den Jüngsten zählen", durch Ihren Arzt vor dem Beginn der sportlichen Aktivitäten untersuchen lassen.
Bedeutsam ist hier z.B., dass Sie nicht an einer Herzerkrankung leiden, bei der die körperliche Belastung auch fatale Folgen haben könnte.
Auch der Zustand Ihrer Gelenke und der Wirbelsäule ist entscheidend für eine Empfehlung zu der für Sie geeigneten Sportart und auch zu der
Intensität, mit der Sie diese betreiben sollten. Allgemein gilt, lassen Sie es am Anfang eher "langsamer angehen". Entscheidender ist, dass die
Bewegung zur Ihrer festen Gewohnheit wird.
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