Gefaess-medizin.de   Arterien, Venen, Gefäßkrankheiten, Lymphe

| Arterien | Venen | Foren | Lasermedizin | Seitenverzeichnis | Aktuelles |Fachbegriffe | Wir über uns|

Home
Nach oben

 

Widerstand ist häufig entscheidend
Durch den Abfall des arteriellen Mitteldruckes jenseits eines Verschlusses kommt es zur Erweiterung der  Widerstandsgefäße. Die krankhafte Steigerung des Gesamtwiderstandes durch Hinzutreten des durch einen Gefäßverschluss bedingten Kollateralwiderstandes kann - zumindest unter Ruhebedingungen - durch eine Verminderung des Organwiderstandes weitgehend kompensiert werden. Der Gesamtwiderstand bleibt unter Ruhebedingungen somit mehr oder weniger konstant.

Arbeitsbedingung
Wird die Muskulatur jenseits eines Arterienverschlusses arbeitsbelastet (z. B. die Muskulatur des Unterschenkels bei vorgeschaltetem Verschluss im Oberschenkel), reicht die verminderte Druckreserve in der Regel nicht aus, um eine entsprechende Steigerung der Durchblutung in der nachgeschalteten Muskelstrombahn zu erreichen.

Verhalten des distalen arteriovenösen Widerstandes
Wie unter der Bedingung des ruhenden Beines geschildert, kommt es zu einer Erweiterung der Widerstandsgefäße. Das Ausmaß dieser Reaktion ist allerdings ungleich größer: Man geht nach wie vor davon aus, dass unter Arbeitsbedingungen eine maximale Erweiterung (Dilatation) des betroffenen Strombahngebietes eintritt (vollständige Ausschöpfung der Dilatationsreserve) und durch keine wie immer geartete Maßnahme gesteigert werden kann. Neben dem druckabhängigen Bayliss-Effekt als Ursache der Gefäßerweiterung kommt hier vor allem der metabolisch stimulierte Nutritionsreflex in Betracht (ein Teil der lokal anfallenden Stoffwechselprodukte hat eine starke dilatatorische Wirkung auf die kleinsten Arterien und Arteriolen).

Durch die erhöhte Geschwindigkeit des Blutflusses in den Umgehungsgefäßen tritt ein weiterer Energieverlust ein. Der Druck unterhalb eines Gefäßverschlusses als Indikator der Druckreserve sinkt weiter ab. Die natürlichen Möglichkeiten der Kompensation werden durch das Verhalten des Drucks bzw. der Druckreserve hinter einem Gefäßverschluss bestimmt: Nähert er sich dem kritischen Druckniveau, d. h. strebt die Druckreserve gegen Null, so ist mit einer ausreichenden Organdurchblutung nicht mehr zu rechnen. 

Erreicht er den kritischen Verschlussdruck oder den venösen Druck, so muss Strömungsstillstand angenommen werden.

 

 

Home ] Nach oben ]

Senden Sie ihre E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: email@gefaess-medizin.de
Copyright © 1999 - 2001     Klinik für Gefäßmedizin - Angiologie Knappschaftskrankenhaus Bottrop  Tel.: 02041 - 15-1100
Stand: 30. Juli 2000