| Befund
bei ischämischen Läsionen
Um
den Befund der ischämischen Läsionen aufzunehmen, untersucht Ihr Arzt
folgende Aspekte:
Ort,
Größe und Tiefe
Stabile
Läsion (ist die Läsion stabil, muss außen ein fester Rand sein und die
Wunde muss sich deutlich von der anderen Haut unterscheiden)
Instabile
Läsion (eine Läsion ist instabil, wenn ein fester Rand fehlt und ein
fließender Übergang in eine entweder nässende oder verfärbte
Randpartie vorhanden ist)
Außerdem
untersucht Ihr Arzt noch die Umgebung der Läsion:
- Hautfärbung
(sowohl in Horizontal- als auch Vertikallage)
- Ernährung
der Haut
- Entzündungszeichen
- Ödeme
- Abtasten
der Haut und Tasten der Pulse und der Kapillarfüllung - Palpation
- Instrumentell
(Die einfache Inspektion der Läsion reicht nur bei oberflächlichen
Wunden aus. Tiefergehende Wunden werden oft noch mit einer
Pinzette oder einer stumpfen Sonde untersucht)
- Geruch
- Allgemeinbefund
(Fieber, Infektionen, Diabetes)
Zusätzlich
kann bei manchen Patienten ein Antibiogramm hilfreich sein. Bei dieser
Untersuchung werden durch einen Wundabstrich die Bakterienarten
unterschieden.
Beurteilung
ischämischer Läsionen
Die
Heilungschancen sind abhängig vom Ort der Nekrose und der Größe. Im
allgemeinen haben kleine Läsionen bei einer guten Durchblutung des Fußes
ein gute Abheilungschance. Läsionen an ungünstigen Stellen wie über
Gelenken bergen die Gefahr eines Einbruchs in die Tiefe, d.h. in Gelenk
und Knochen.
Bei
Diabetikern ist im Allgemeinen die Randdurchblutung relativ gut, daher
sind auch dort die Heilungschancen nicht ungünstig. Nekrosen an den
Finger lassen sich meist zur Abheilung bringen.
Auslösende
Ursachen
Die
auslösende Ursache ist sehr bedeutend für die Prognose. Nekrosen, die
sich im Stadium II der pAVK durch Außenwirkung bilden, haben eine bessere
Heilungschance als solche, die sich aus der Krankheit heraus in späteren
Stadien bilden.
Ausmaß
der Durchblutungsstörung
Es
besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Prognose und Durchblutung. Liegt
der systolische Knöcheldruck über 70 mm Hg, ist die Heilungschance
relativ gut. Bei Werten unter 40-50 mm Hg hat die mögliche Heilung einen
deutlich verzögerten Verlauf.
Erst
in der Verlaufsbeobachtung bzw. Anwendung verschiedener Maßnahmen, lässt
sich die Prognose einer Abheilung genauer festlegen.
Prognose
hinsichtlich der Behandlungsdauer
In
allen Fällen mit stark verminderter Durchblutung sowie ausgedehnten
Nekrosen ist bis zur völligen Ausheilung von vorneherein mit einer längeren
Behandlungszeit zu rechnen.
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