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Der Schmerz weist
den Weg
Verschlossene Zubringerarterien führen zu ganz unterschiedlichen Beschwerden:
Unterschenkelarterienverschlüsse können krampfartige Fußsohlenschmerzen verursachen.
Bestehen dagegen Verschlüsse der Beckenarterien oder auch der Bauchschlagader, so
bemerken die Patienten vorwiegend beim Treppensteigen und Fahrradfahren ein
Schwächegefühl in der Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur. Beschwerden in der
Armmuskulatur weist auf Verschlussprozesse der Schultergürtelarterien hin.
Ist durch die Durchblutungseinschränkung die Versorgung in Ruhe nicht mehr gewahrt,
treten ohne Belastung bereits Schmerzen auf (Stadium III nach Fontaine). Im Gegensatz zum
Belastungsschmerz ist der Ruheschmerz auch bei Verschluss der Oberschenkel- oder
Beckenarterie auf den Fuß, die Zehen oder die Ferse beschränkt.
Die Lage eines Beines hat dann einen bemerkenswerten Einfluss auf die Schmerzstärke. In
Horizontallage oder bei hochgelagerten Beinen kommt es zu einer Zunahme der Beschwerden.
Hängen die Beine herab, so werden die Schmerzen erträglich oder verschwinden ganz.
Ein durch Gefässverschluss verursachter Gewebeuntergang (Nekrose, Stadium IV nach
Fontaine) tritt zuerst an den Zehen, an der Ferse oder auch am Fußrand in Form auf.
Besonders bedrohlich wird die Situation, wenn sich diese Stellen infizieren (feuchte
Gangrän, feuchter Brand) und die Infektion dann sehr schnell auf die Lymphbahnen
übergreift. Bei Absonderungen aus diesen Wunden kann sich bereits eine Knochenentzündung
entwickelt haben (Osteomyelitis). |